Karte

Es war Sommer und ich stand mit einem Bier in der Hand um 2:00 Uhr morgens an der Theke in unserer Studentenbar und grübelte darüber nach, was ich in den Semesterferien tun sollte. Ein Freund kam zu mir und legte mir einen Artikel vor, mit der Überschrift, "Das Sarek-Die letzte Wildnis Europas"....3 Tage später war ich weg. Über Hamburg und Göteborg geht es nach Stockholm.

Fischer in Stockholm

Die Spinnen die Schweden....

Nachtbesuch am Schlafplatz

Nach einwöchigem Aufenthalt im "Venedig des Nordens" geht es mit dem Zug nach Gällivare/Lappland. Von dort plane ich eine mehrtägige Tour ins Sarek. Während der Fahrt mache ich die Bekanntschaft einer gleichaltrigen Frau aus Deutschland. Anja, die den Padjelantaleden, ein Fernwanderweg an den Westhängen vom Sarek, entlang gehen möchte. Ich schließe mich ihr also an.

Blick von der Fähre auf das Sarek

Der Padjelanta-Nationalpark bietet Hüttenanlagen die nach einem Tagesmarsch von 18-30 km erreicht werden. Die Holzhütten sind ohne Strom und fließendem Wasser. Zum Waschen und Kochen muss das Wasser von draussen geholt werden. Gas zum Kochen, Plumsklo und Kerzen für Licht sind vorhanden. Spätestens an jeder zweiten Hütte können Nahrungsmittel gekauft werden. Die Preise sind recht teuer, eine Dose Ravioli ca. 5 EUR.

Mitternachtsfinsternis

Entlang des Vuojatätno

Wer wandert,braucht nur soviel, wie er tragen kann

Zwischen Vastenjaure und Virihaure

Westhänge von Stuor Titer

Ich hätte auch oben rum gehen können

Aussicht auf den Virihaure

 

into the wild

Am Ende der Route fahren wir von Kvikkjokk weiter in den Norden und gehen einen Teil des Fernwanderweges Kungsleden.

Ohne Worte

Von Narvik geht es mit der Fähre zu den Lofoten. Dort angelangt durchsuche ich die Mülltonnen nach einem stück Papier, beschrifte es und wir stellen uns an die Straße um das Land entlangt der E10 als Tramper zu erkundschaften.

Lofoten

Als Tramper durch die Lofoten nach A

Stockfisch

Nach einer Woche Aufenthalt auf den Lofoten geht es zurück auf das Festland um unsere Rückreise über Oslo anzutreten. Mit 36 kg Gepäck, 8 Wochen lang nach 580 km Fußmarsch kann ich nur sagen: Noch nie habe ich mich so gesund gefühlt, noch nie waren Geist, Seele und Körper so sehr miteinander im Einklang. Meinen großen Respekt, gehört dem unbekannten deutschen Geologiestudenten, der alleine mit 48 kg Gepäck, über zwei Monate im Sarek unterwegs war, um sich dort aus eigenem Interresse über Gesteine und Plattentektonik ein Bild zu machen...vermutlich ist der Typ mal Professor... und natürlich auch an Anja.

Sandstände auf den Lofoten

Richtung Island

 

Ich will zurück!